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  • Nutz das ruhig mit dem Studium. Mach deinem Gegenüber klar das deine Zukunft mitunter an dem Ausgtang der Sache abhängt.

    Vllt steigert das ja die Kompromissbereitschaft.

    Und nebenbei würde ich dann eher den MR2 verkaufen und Polo fahren anstatt das Studium abzubrechen. Ich mein da

    hängt ja viel mehr davon ab. Schlussendlich zahlt ja deine Versicherung den Schaden des anderen wenn du am Ende

    derjenige bist dem die Schuld zugesprochen wird. Bei einer Teilschuld bekommst du ja sogar noch einen Teil deines Schadens

    erstattet also denke ich nicht das du soweit gehen brauchst .


    Warst du beim Arzt? Wenn der andere die Schuld trägt kannst du mit einem Attest sogar Schmerzensgeld verlangen.

    Das musst du alles in die Waagschale werfen damit die andere Seite sich gut überlegt wie weit Sie geht.


    In meinem Fall gings fast 1 Jahr und es gab schon einen Gerichtstermin.

    Eine Woche vor der Verhandlung hat die Gegenseite aufgegeben um nicht noch die Prozesskosten aufgtebrummt zu bekommen.

  • Ist nicht leicht, wenn die Gegenseite mit der Anwaltskeule schwingt. Vor allem dann nicht, wenn man keine Rechtschutzversicherung hat und entsprechend Angst vor den Anwaltskosten hat.


    Recht haben und Recht bekommen sind mitunter zweierlei: Meine Frau wurde im letzten Sommer auf einem Parkplatz von einem anderen Auto gerammt, das eingeparkt und gleich wieder ausgeparkt hat ohne einen Blinker zu setzen und ohne zu gucken. Die Polizei kam, nahm alles auf und die Sache war eindeutig: Die andere hatte Schuld und bekam auch ein Verwarn- bzw. Bußgeld (wohl: "...nicht mit der erforderlichen Sorgfalt am Verkehr teilgenommen und anderen geschädigt..."). Die Versicherung der Gegnerin hat den Schaden am Auto meiner Frau bezahlt und die eigene Haftpflicht die Ansprüche der Gegnerin abgewiesen. Nun hat die Gegnerin geklagt und stellt den Sachverhalt (Unfallhergang) dabei ganz anders dar als er sich zugetragen hat. Im Juli ist Gerichtstermin. Mal schauen, was da raus kommt. Vor Gericht und auf hoher See...


    Überleg Dir, ob Du nicht einen Anwalt, wie schon geschrieben erfahrenen Verkehrsrechtsanwalt, konsultierst. Oftmals ist die Erstberatung kostenlos, sodass Du die Erfolgsaussichten aus erfahrenen Mund bekommst und entscheiden kannst, wie es für Dich weitergeht.

  • Kläre auch mal ab, ob du nicht vielleicht noch in der Rechtschutzversicherung deiner Eltern kostenlos mitversichert bist.

    Falls du studierst und unter 26 bist, könnte das mit großer Wahrscheinlichkeit der Fall sein.


    Alles in allem viel Erfolg!

  • ich schließe mich da den Hinweisen an.


    Spreche mit einem Verkehrsrechtsanwalt, egal ob das nun kostenlos ist oder ein paar Euro kostet.


    Den Schaden am Gegner übernimmt deine KFZ-Haftpflicht, hier ist nur dein Risiko von Regressforderungen (da gibt es aber hohe Hürden).

    Dein Schaden wäre nur durch die Vollkasko abgedeckt.

    Die Haftpflichtversicherung hat übrigens auch wenig Bock den Schaden zu bezahlen, wenn da also berechtigte Zweifel bei der Schuldfrage sind, hat auch die Versicherung ein Interesse mit der gegnerischen Versicherung zu verhandeln (Teilschuld bei beiden z.B. als Ergebnis). Erst wenn das zu keiner Einigung führt, kommt es zum Gerichtsverfahren.


    Die Schuldfrage wird vor Gericht meistens per Gutachten ermittelt. Ich hoffe Du hast selber keine Schuld eingeräumt bzw. zu Protokoll gegeben.


    Bloß nicht deine Zukunft (Studium) für sowas schmeißen... wenn hier kein massiver Personenschaden entstanden ist, reden wir nur von Geld. Also Kopf hoch und die logischen Schritte gehen.


    just my 2 cents: Wenn die Gegenseite sofort die großen Kaliber androht, würde ich direkt skeptisch sein... die große Büchse direkt zum Start holt man nur, wenn man eigentlich weiß das man nicht sauber ist.

  • Also aufgrund der vielen Rückragen erläutere ich die Sache nochmal, werde aber nicht allzu sehr ins Detail gehen.


    Ich bin in einer Kurve auf der äußeren Spur gefahren, der Volvo auf der Inneren. Der Volvo hat beschleuigt und mich mit seinem Kotflügel an der Fahrertür erwischt. Dadurch ist mein Heck ausgebrochen, Ich bin seitlich vor dem Volvo gelandet und wurde von diesem in einen Baum geschleudert.


    Unmittelbar nach dem Unfall wurde ich Verbal von einem unbeteiligten Paar attakiert. Die Frau hat mich daran Gehindert auch nur ein Wort mit der Unfallgegnerin zu wechslen während der Mann mich durch konstantes "auf die Pelle rücken" belästigt hat. Während dieser Zeit hat die Unfallgegnerin mehrere Telefonate geführt und sich mit dem Paar abgesprochen.


    Als die Polizei ankam hat hat das Trio bei der Polizei ausgesagt, dass ich durch starkes Beschleunigen selbständig ins Schleudern geraten wäre. Später kam noch ein Mann dazu der definitiv nicht beim Unfall anwesend war, aber trotzdem das Selbe ausgesagt hat. Eine der Personen hat auch die Lackreste meines Autos vom Kotflügel des Volvos entfernt bevor die Polizei Bilder gemacht hat, ich hatte die Spuren aber schon vorher heimlich fotografiert.


    Die Polizisten wollten sich meine Version der Sache nicht einmal anhören und meinten sofort dass ich Schuld wäre weil es ja 3 Zeugen gibt. der Polizist hat auch mindestens 2 mal versucht mich dazu zu drängen die Schuld zuzugeben, was ich aber natürlich nicht gemacht habe.

    Heute kam der Brief der Polizei an in dem mir vorgeworfen wird den Unfall verursacht zu haben.


    Mal abgesehen davon, dass die Volvo-Fahrerin bei der Huk-Coburg versichert ist, welche bekanntlich Beziehungen zu den meisten Richtern hat, sieht die Sache für mich sehr schlecht aus.


    Es ist schon sehr auffällig dass jemand der gerade gegen einen Baum geschleudert wurde und schwer verletzt sein könnte erstmal verbal attakiert, belästigt und von der Unfallgegnerin Isoliert wird, während diese sonst wen anruft. Vorallem wenn dann 10 minuten Später noch ein magischer Zeuge aus dem nichts erscheint. Als ich die Polizei darüber augeklärt habe, was nach dem Unfall alles Passiert ist, und dass dieser zusätzliche "Zeuge" erst viel Später aus dem nichts erschienen ist, wurde ich von den Polizisten als paranoid bezeichnet und meine restlichen Aussagen wurden ignoriert.


    Ich weiß ja nicht ob es damit zusammen hängt dass ich ein 23-Jähriger Südländer bin (was man mir auch ansieht) und die anderen alles Deutsche mittleren Alters sind oder die Polizisten einfach einen schlechten Tag hatten, aber so behandelt zu werden kann nicht normal und fair sein.


    Ich hoffe meine Frustration kommt nicht zu sehr durch, aber ich denke mal meine Aufgebrachtheit über das Ganze ist nachvollziehbar.

    Wenn das ganze wirklich meine eigene Schuld wäre dann würd ich mir halt denken "Dumm gelaufen, passiert". Aber es kann doch nicht sein dass ich 5 Jahre lang auf mein Traumauto hinarbeite und Geld spare, dann ein Weiteres jahr Geld und Zeit reininvestiere nur damit irgendeine dahergelaufen Deppin alles innerhalb von Sekunden zunichte macht

  • Das mit der Rechtschutz über die Eltern ist ein guter Tipp. Klär das mal ab. So wie du das schilderst brauchst du auf jedenfall einen Anwalt.

    Wünsche dir viel Erfolg bei der Sache und kann deinen Frust nachfühlen.

  • Die Polizei schreibt die Angaben aller Beteiligten nieder, jedoch kann und darf diese niemals eine Schuldfrage klären.


    Ich würde an deiner Stelle ein minutiös genaues Protokoll anlegen, wo du alles vermerkt, auch das kleinste Detail, so lange du dich noch an alles exakt erinnerst.


    Wenn die Unfallgegnerin und der herbei gezauberte Zeuge falsch Aussagen, dann begeben diese Personen sich ins Strafrecht, das steht soweit fest.


    Ob dir das in deiner Situation hilft, weiß ich nicht!

    Ich rate dir auf jeden Fall zu einer guten rechtlichen Vertretung, die bei der Beratung gratis sein müsste.


    Kopf hoch und alles Gute.

  • So Leute, ich möchte mich auf jeden Fall für eure Ratschläge bedanken, das hilft mir tatsächlich sehr.


    Ich habe mit einem Anwalt geredet der die Angelgenheit prüft. Ich habe ein Protokoll, eine Hergangsskizze und die Bilder sowohl an ihn als auch an meine Versicherung geschickt. Er wird mir innerhalb der nächsten Tage sagen wie gut unsere Chancen stehen. Fürs erste übernimmt das die Rechtsschutzversicherung meines Vaters.


    Zum MR2: Ich werde eventuell zusammen mit Freunden und einem Polnischen Karosseriebauer den Wagen über die nächsten 10 Monate selbst reparieren.

    Technisch is es machbar jedoch ist die Frage wie gut das Ergebnis wird. Mehr kaputtmachen als jetzt können wir ihn eh nicht. Das klären wir aber auch erst die Tage

  • und noch ein kleiner Tipp,

    wenn die Tante schuldig gesprochen ist, oder alles zugegeben hat, du kannst den Wagen auch laut Gutachten reparieren lassen, auch wenn die Kosten den Wert weit überschreiten würden, weil es sich um ein erhaltenswertes Fahrzeug handelt und wie ich so raus höre du vieles selbst an dem Wagen repariert hast,

    du also einen emotionalen Bezug zum Wagen hast und du dich davon nicht trennen willst. Aber das kann dir der Anwalt besser erklären.

    Zu den Teilen.

    Es werden doch immer wieder Rohkarossen angeboten.

    Ich mache zwar ungerne Werbung für diesen Mann, aber hier kannst du eine erstehen, aber kauf sie nicht einfach, du musst hart verhandeln.

    Über 100€ würde ich für ne Karosse nicht bezahlen, bei den anderen Teilen kann ich dir aushelfen.

    Ich wenn schon immer lese das einer für eine eigentlich zerstörte Turbohaube ohne Regenblech 350€ abruft, der ist für mich nicht richtig zwischen den Ohren.

    Zum Wiederaufbau.

    Das WHB wird dir viel helfen, aber halte dich auch genau daran, sonst wird es nichts ohne Richtbank.

    Du musst sauber arbeiten, bei den Verbindungen (Schweißnähten) akribisch sein und bei Korrosionsschutz klotzen nicht kleckern.

    Ich hatte selbst auch mal das Vergnügen bei einem Käfer-Cabrio den Aufbau komplett zu erneuern, das war auch ein Spaß. Aber er fährt heute noch.

    Kannst dich gerne mal per PN melden, kann dir einige Tipps geben, bin ja vom Fach.

  • viel Glück bei der Sache und wenn Du magst, halt uns gerne auf dem Laufenden.


    Bei dem Thema Wiederaufbau hast Du hier mit Mc Pherson, Cop164 und Co absolute Fachexperten, die jede Schraube an der Kiste kennen.

    Mach einfach einen eigenen Thread dazu auf mit Bildern und die Kollegen können Dir bestimmt einiges an Tipps geben (Mc Pherson hat ja schon los gelegt)

  • du kannst den Wagen auch laut Gutachten reparieren lassen, auch wenn die Kosten den Wert weit überschreiten würden, weil es sich um ein erhaltenswertes Fahrzeug handelt und wie ich so raus höre du vieles selbst an dem Wagen repariert hast,

    du also einen emotionalen Bezug zum Wagen hast und du dich davon nicht trennen willst.

    Das klingt sehr interessant. Mir wurden letztes Jahr zwei Celica T20 durch andere Verkehrsteilnehmer zum wirtschaftlichen Totalschaden verwandelt, eine davon quasi in Neuwagenzustand, und so viel häufiger als den MR2 gibt es die auch nicht mehr. Den ersten Versicherungsfall habe ich von einem Anwalt abwickeln lassen, der meinte, es gäbe absolut keine Chance auf Reparatur.

  • da hat sich dein Anwalt nicht richtig informiert, oder der Schaden war weit mehr als das Doppelte vom Wert.

    Hatte mal nen Audi 200 Quattro Turbo Avant L und einer kam rückwärts aus ner Ausfahrt.

    Der Wagen war ein Totoalschaden, mein Anwalt hat ohne Wertgutachten die Reparatur erzielt, weil:

    Erhaltenswertes Fahrzeug (kurz vor H)

    Zustand zwischen 2 und 3

    Ich hatte selbst einiges an Arbeit reingesteckt

    Hab den Wagen reparieren lassen

    Schätzwert war rund 9.000€, Reparaturkosten waren was knapp über 13.000€


    Sowas geht nicht wenn der Wagen weniger als die hälfte des Schadens wert ist oder keinen guten Zustand hat.

    Gut ist immer wenn man so alle drei bis vier Jahre eine Kurzbewertung machen lässt,

    ist günstiger als ein Wertgutachten und wird von den meisten Versicherungen anerkannt.

  • Nach langem Nachdenken bin ich zu einer Entscheidung gekommen. Es kamen jetzt Komplikationen hinzu die die "Ghetto-Restauration" erschweren, jedoch war diese aus finanzieller Sicht nie wirklich sinvoll. Dementsprechend werde ich mich Höchstwahrscheinlich von meinem Mr2 trennen, einen Kredit aufnehmen und mir einen Neuen zulegen. Die Suche nach den Frontclip erledigt sich damit leider. Aber dafür gibt es jetzt ein rostfreies Rearclip mit 133000km für jemand anderen.


    Ich bedanke mich für die ganzen hilfreichen Beiträge und werde den Wagen zum Verkauf anbieten.